Schulsanitäter

 

 AG Schulsanitätsdienst (SSD) an der Teck-Realschule

Was macht unser SSD?

Unsere aktiven Schulsanitäter sind täglich im Dienst (z.B. in den Pausen) und kümmern sich um verletzte und erkrankte Mitschülerinnen und Mitschüler. Außerdem betreuen sie außerschulische Veranstaltungen wie beispielsweise Klassenausfahrten, Wandertage, Wintersporttage, größere kommunale Schulsportveranstaltungen („Mosolf-Cup“) oder die alljährlichen Bundesjugendspiele.

Hinzu kommen Exkursionen und Aktivitäten außerhalb der Schule. Hierzu zählen in erster Linie gemeinsame Fortbildungen und Treffen mit anderen Schulsanitätsdienst- und Jugendrotkreuzgruppen aus der Region, Lerngänge und Besichtigungen von Einrichtungen wie dem Katastrophenschutzlager des DRK-Landeshilfszuges, der Rettungsleitstelle oder der lokalen Rettungsdienst- und Bereitschaftsorganisation. Ein wahres Großereignis stellt der alljährlich stattfindende ‚Schulsanitätsdiensttag‘ dar, an welchem sich für die Dauer eines Samstages im Juni Schulsanitätsdienstgruppen aus ganz Baden-Württemberg treffen und sich neben vielen unterschiedlichen Angeboten rund um die SSD-Arbeit austauschen können.

Beim Erste-Hilfe-Turnier für fortgeschrittene Schulsanitätsdienstgruppen, ebenfalls eine jährlich stattfindende Veranstaltung an unterschiedlichen Schulen im Land, wird den jungen Sanitätern ermöglicht, ihre Fähigkeiten und Fertigkeiten in ausgewählten Notfallsituationen aufzuzeigen. Ein wesentlicher Aspekt fällt hierbei neben der medizinischen Perspektive auf den zwischenmenschlichen Umgang: Wird mit dem Patienten ausreichend und in angemessener Weise gesprochen? Wird innerhalb der Sanitätsgruppe erfolgreich kommuniziert und so die unbedingt notwendige Teamarbeit ermöglicht?

Die Mitarbeit im Schulsanitätsdienst, zudem an einer Schule mit rund 600 Schülern, wird somit niemals langweilig.

Wie funktioniert der SSD an der Teck-Realschule?

Etwa alle fünf Jahre erhält eine neue SSD-Gruppe mit Schülerinnen und Schülern der Klassenstufe 6 eine Grundausbildung in Form eines erweiterten, speziell auf die Schularbeit zugeschnittenen Erste-Hilfe-Kurses. Doch auch außerhalb dieser Periode sind Quereinsteiger gerne willkommen und durchaus üblich. Diese finden ihr Interesse an der Schulsanitätsdienstarbeit meist über das ‚Themenorientierte Projekt Soziales Engagement‘ (TOP SE) oder aber über die aktiven Schulsanitäter, welche aufgrund ihrer wichtigen und häufig exponierten Tätigkeit oft „im Rampenlicht“ stehen und unter ihren Mitschülerinnen und Mitschülern ein zumeist recht hohes Ansehen genießen.

Nach der erfolgreichen Aneignung der Basiskenntnisse im Umgang mit erkrankten und verletzten Menschen werden die Schulsanitäter mit Beginn des siebten Schuljahres erstmals selbstständig in den eigentlichen „Dienst“ berufen. Allerdings werden die noch jungen Schulsanitäter hierbei nicht alleine gelassen, sondern auch weiterhin in einer wöchentlichen AG-Stunde betreut und fortgebildet, um das Erste-Hilfe-Wissen auf aktuellem Stand zu halten, Erfahrungen auszutauschen oder gemeinsam neue Anschaffungen zu planen.

Was ermöglicht der Schulsanitätsdienst?

Der Nutzen der Schulsanitätsdienstarbeit lässt sich in drei Bereiche teilen (vgl. Betz 2007):

Der soziale Aspekt beinhaltet eine Steigerung des Verantwortungsgefühls und der Hilfsbereitschaft unter den Schülerinnen und Schülern. Dies wiederum führt zu einer Verbesserung des sozialen Klimas in der Schule.

In praktischer Hinsicht ermöglicht der Schulsanitätsdienst die Abdeckung und Gewährleistung einer gesetzlichen Auflage: Die Unfallverhütung und somit die Reduzierung von Unfällen. Die wichtige Arbeit der Ersthelferinnen und Ersthelfern führt ferner zu einer Entlastung des Schulpersonals, der Sekretärin, der Lehrerinnen und der Lehrer. Der Schulsanitätsdienst bewirkt nicht zuletzt durch die verantwortungsvolle Instandhaltung und Verwaltung der Sanitätsmaterialien und des Sanitätsraumes ein gesteigertes Sicherheitsgefühl an der gesamten Schule.

Die Förderung des Verantwortungsbewusstseins und der Hilfsbereitschaft der Schülerinnen und Schüler zählt zur pädagogischen Perspektive der Schulsanitätsdienstarbeit. Ebenso führt die Erfahrung, gebraucht zu werden und gelerntes Wissen praktisch anzuwenden, zu einer positiven Verstärkung. Aus der themenbezogenen Beschäftigung mit dem menschlichen Körper resultiert ein erhöhtes Bewusstsein für die eigene Gesundheit. Durch den Umgang mit der medizinischen Ausrüstung, vor allem mit solcher, welche durch die eigene Arbeit finanziert und angeschafft werden konnte, ergibt sich ein sorgsamer Umgang mit Sachwerten.

Die Mitarbeit im Schulsanitätsdienst erfüllt somit den Bildungsauftrag einer Erziehung zum mündigen und sozial handelnden Menschen. Nicht zuletzt stellt der Schulsanitätsdienst eine soziale Arbeitsgemeinschaft dar, in der man für das Leben lernt (vgl. ebd.).

Welchen Bezug hat der Schulsanitätsdienst zum Leitbild der Teck-Realschule?

„TRS“ – diese drei Buchstaben stehen neben der bloßen Abkürzung unseres Schulnamens für eine Grundeinstellung, nach der unsere Schulgemeinschaft strebt: Teamgeist, Respekt und Selbstverantwortung.

Bereits während der sehr frühen Mitarbeit in der Arbeitsgemeinschaft ‚Schulsanitätsdienst‘ während des sechsten Schuljahres erkennen die Schülerinnen und Schüler, dass „im Falle eines Falles“ die Zusammenarbeit mit den Partnern der Sanitätsgruppe unerlässlich wird. Durch welche Faktoren diese Zusammenarbeit erfolgreich wird, ist Bestandteil nahezu jeder Ausbildungsstunde. Durch den hohen Praxisanteil der besprochenen Themen werden diese überaus wichtigen Arbeitsbestandteile sogleich in einen Handlungsablauf eingebunden, welcher im späteren Ernstfall möglichst automatisiert abläuft und ebenso ein Übertragen der angeeigneten bzw. erworbenen Fähigkeiten und Fertigkeiten auf andere Vorgehensweisen zulässt.

Der Umgang mit hilfsbedürftigen Menschen in einerseits fachlich-kompetenter und andererseits menschlich-sozialer Art und Weise sowie der Gedanke, mögliche Gefahrenquellen präventiv zu erkennen und zu beseitigen, erfordert eine rücksichtsvolle Haltung gegenüber der gesamten schulischen Umwelt. Mehr noch: Ein Schulsanitäter wird sehr schnell sein Ansehen verlieren, wenn er eine risikobehaftete Situation nicht selbstständig erkennt und nicht zumindest versucht, diese als solche zu entlarven und Einfluss auf deren weiteren Verlauf zu nehmen. Ebenso droht dieser Verlust, wenn ein anderer am Schulleben Beteiligter, oder – im Falle einer medizinischen Hilfeleistung – dessen Privat- und Intimsphäre, nicht mit der notwendigen Achtung behandelt wird.

Trotz der genannten notwendigen Teamfähigkeit, welche die Mitarbeit im Schulsanitätsdienst impliziert, führt die Ausbildung zum und die Tätigkeit als Schulsanitäter notwendigerweise zu einer Haltung, welche die Selbstverantwortung für das eigene Handeln fördert und fordert. So werden etwa verschiedene Fallbeispiele grundsätzlich in verschiedenen Rollen durchgeführt. Dies ermöglicht, dass jeder die Chance hat, einmal als „Teamführer“ begründete Entscheidungen treffen zu müssen, aber auch als „Assistent“ Entscheidungen und Anweisungen anzunehmen und auszuführen. Letztlich bietet das Hineinschlüpfen in die Rolle des Patienten einen nicht unwesentlichen Anteil daran, Empathie für einen in Not geratenen Mitmenschen zu entwickeln.

Weitere Informationen

Eindrücke und Berichte unserer vielfältigen Arbeit sowie aktuelle Informationen und weiterführende Quellen rund um den Schulsanitätsdienst sind auf unserer Schulhomepage zu finden.

Ansprechpartner und Leiter der Schulsanitätsdienstgruppe ist Herr Schreiber.